Aalto Ballett Essen

Spielzeit 2016/2017: Sonderveranstaltungen

Choreografien von Armen Hakobyan und Denis Untila
Musik von Johann Sebastian Bach, Philip Glass, Arvo Pärt, Max Richter u. a.

Mit: Roland Maria Stangier (Orgel), Solisten und Corps de ballet des Aalto Ballett Essen
Sie bringen die Luft zum Schwingen – die virtuose Orgel mit ihren riesigen Pfeifen und innovative Choreografien mit ihren eleganten Bewegungen. Was läge also näher, als diese Künste einmal aufeinander treffen und sich gegenseitig inspirieren zu lassen? Zwei Tänzer und Choreografen, beide Mitglieder des Aalto Ballett Essen, werden ihre neuen Werke in der Philharmonie präsentieren: Armen Hakobyan („Frequencies“) und Denis Untila („Post Mortem“) . Und der Orgelkustos der Philharmonie Essen, Roland Maria Stangier, begleitet die Uraufführungen dabei live.
In seinem Stück „Frequencies“ beschäftigt sich Armen Hakobyan mit den Wellenlängen, die alle zwischenmenschlichen Beziehungen ausmachen. Unsere Begegnungen mit Freunden, Familie, Partnern oder gar Seelenverwandten funktionieren nur, wenn die richtigen „Schwingungen“ gegeben sind. Mit manchen Menschen stimmt die Chemie auf Anhieb, mit anderen wird jegliche Form der Kommunikation zum Spießrutenlauf. Wohin kann es führen, wenn man sich gezwungen sieht, seinen eigenen Puls auf den der anderen abzustimmen? Gibt es eine Frequenz, die uns die Gesellschaft als „normal“ vorgibt? Wer tanzt als erster aus der Reihe? Sie scheinen nur schwer greifbar zu sein, diese Schwingungen, die unseren Alltag prägen. Was nicht gesagt, sondern nur gefühlt werden kann, davon erzählt Hakobyans Choreografie.
Denis Untila lässt in seinem Ballett „Post Mortem“ die Besucher einer Party kurz nacheinander auf unterschiedliche Weisen ums Leben kommen. Wie gestaltet sich der Moment des Sterbens – und wie fühlt sich der Augenblick danach an? Frei nach Woody Allens Bonmot „Ich habe keine Angst vor dem Sterben, ich möchte nur nicht dabei sein, wenn‘s passiert“ werden verschiedene Todesarten durchgespielt: dramatisch, grotesk, tragisch oder auch augenzwinkernd.
Es war ein großer Wunsch von Orgelkustos Roland Maria Stangier, sein Instrument einmal mit Tanz in Verbindung treten zu lassen, und er lässt es sich nicht nehmen, die Choreografien live zu begleiten. Dabei stehen Werke unter anderem von Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi, Alexandre Guilmant und Marcel Dupré auf dem Programm, ergänzt durch Orgelimprovisationen sowie eingespielte Stücke von Arvo Pärt, Max Richter und Philip Glass. Tim Waclawek und Armen Hakobyan zeichnen für das Bühnenbild verantwortlich, die Kostüme werden von Ulrich Lott, Kostümdirektor des Aalto-Theaters, gestaltet.

Freitag, 12. Mai 2017, 20:00 Uhr, Philharmonie Essen

Gefördert von der Alfred und Cläre Pott-Stiftung.