Spielzeit 2011/2012: Premieren
Max und Moritz
Ballettkomödie nach Wilhelm Busch von Edmund Gleede
Musik von Gioacchino Rossini
Choreographie von Michael Kropf
Musikalische Leitung Volker Perplies
Bühne Manfred Waba
Kostüme Friederike Singer
Orchester Bochumer Symphoniker
| Vorstellungen & Tickets in der Spielzeit 2011/2012 | ||||
| Fr | 06. 07. 2012 | Ausverkauft | ||
| Sa | 07. 07. 2012 | Ausverkauft | ||
| So | 08. 07. 2012 | Ausverkauft | ||
Wer kennt sie nicht, Max und Moritz, die beiden Rabauken, die in sieben Streichen einigen Nachbarn aus ihrem Dorfe übelst mitspielen? „Aber wehe, wehe, wehe! / Wenn ich auf das Ende sehe!“, heißt es ahnungsvoll schon zu Beginn der satirischen Bubengeschichte von Wilhelm Busch. Zu den Opfern der Taugenichtse zählen Witwe Bolte, Schneider Böck, Lehrer Lämpel, Onkel Fritz und Meister Bäcker. Doch zuguterletzt erwischt es auch noch die beiden Protagonisten selber …
Der Maler, Illustrator und Poet Busch, der im niedersächsischen Wiedensahl geboren und in Düsseldorf, Antwerpen und München als akademischer Künstler ausgebildet wurde, zeichnete und dichtete die Bilderposse „als eine Art kleine Kinder-Epopöe“ zwischen 1863 und 1865. In mühseliger Eigenarbeit stellte er die Holzstiche her, die als Druckvorlage dienten. Für seinen Verleger Kaspar Braun, der sich mit einer einmaligen Zahlung von 1000 Gulden dauerhaft die Rechte gesichert hatte, erwies sich „Max und Moritz“ als veritabler Glücksgriff. Die Szenenfolge voll schwarzem Humor, die streckenweise moderne Comic Strips vorwegnimmt, parodiert das norddeutsch-provinzielle Spießbürgertum und war den Pädagogen des 19. Jahrhunderts ein Graus. Andererseits wurde sie bis heute nicht nur in ca. 300 Sprachen und Dialekte übertragen, sondern erfuhr auch zahlreiche Adaptionen.
1984 richtete Edmund Gleede, damals Ballettdirektor der Bayerischen Staatsoper, Buschs Klassiker für die Bühne ein, mit Musik aus Ballettstücken und Ouvertüren des Busch-Zeitgenossen Gioacchino Rossini: „Eine Lausbubengeschichte, die so explodiert vor Übermut und Bewegungslust, wo unentwegt derart über die Stränge geschlagen wird, so viel gesungen und gesprungen, geprügelt und gebügelt, gezupft und gerupft, gefoppt und gekloppt, gerüttelt und geschüttelt, geneckt und verreckt wird, aus der müssen Tänzer und Choreographen einfach künstlerisches Kapital schlagen“. Diese Aufgabe übernimmt der Österreicher Michael Kropf, Ballettmeister am Aalto Ballett Theater Essen und erster Darsteller des Schneider Böck bei der Uraufführung des Werks 1984. Er hat bereits für die Volksoper Wien eine rasante, ebenso witzig wie virtuos getanzte Version dieses Balletts geschaffen.
















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