Aalto Ballett Essen

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Michael Simon begann nach seinem Bühnenbildstudium in Stuttgart als Performance- und Installationskünstler in New York. 1982-1990 arbeitete er als Bühnenbildner und Lichtdesigner für den Choreografen William Forsythe beim Frankfurter Ballett und für verschiedene Regisseure an Schauspielhäusern u. a. in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Zürich. Mit dem Choreografen Jiř Kylián arbeitet er seit 1988 bis heute zusammen für Ballettkompanien u. a. in Den Haag, Stuttgart, Paris, Tokio, New York, Madrid, Montreal, Melbourne und München.Seit 1990 arbeitet er für die Oper Amsterdam mit dem Regisseur Pierre Audi, u.a. am Monteverdi Cycle, der in Sydney, New York und Los Angeles aufgeführt wurde. 2000 enstand in Zusammenarbeit mit Peter Greenaway und dem Komponisten Louis Andriessen die Oper „Writing to Vermeer“, aufgeführt in Amsterdam, Adelaide und New York. Erste Schritte als Regisseur und Autor machte Simon gemeinsam mit dem Komponisten Heiner Goebbels ab 1990 am Frankfurter Theater am Turm mit „Newtons Casino" und „Römische Hunde“. Darauf folgten „Narrative Landscape" und „Real Life". Ab 1993 kamen Inszenierungen von Opernklassikern dazu wie „Der Fliegende Holländer", „Lohengrin", „Orfeo", „Moses und Aaron" zuletzt Webers „Der Freischütz" am Konzerttheater Bern 2013. Besonderes Interesse gilt weiterhin dem zeitgenössischen Musiktheater. Hier arbeitete er u. a. mit Detlef Müller-Siemens, Beat Furrer, Helmut Oehring, Matthias Pintscher, Giorgio Battistelli und Olga Neuwirth zusammen. Im Schauspiel sorgte seine Inszenierung „The Black Rider“ in Dortmund 1994 für Furore und wurde zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Es folgten Regiearbeiten an der Berliner Volksbühne, dem Wiener Burgtheater, am Staatsschauspiel München und an der Schaubühne Berlin, in Hannover, Dresden und Düsseldorf, wo er zwischen 2000 und 2005 regelmäßig arbeitete und Karlsruhe, wo zwischen 2003 und 2011 vier Inszenierungen enstanden. 2006 choreografierte Simon an der Bayrischen Staatsoper München „In the country of last things“. Dort folgte 2014 sein zweites Stück für Tänzer „Der Gelbe Klang“. Am Schauspiel Frankfurt inszenierte er 2010 „Cabaret" und 2011 „Orphée" nach Cocteau. Simons Lehrtätigkeit umfasst eine Professur für Szenografie von 1998 bis 2004 an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, Dozententätigkeit an der TTPR Singapur 2003 und an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater 2005 und 2007. Seit 2008 leitet er die Bühnenbildausbildung im Master of Arts in Theater an der ZHdK; Zürcher Hochschule der Künste.

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